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02.06.2019

Männerteam des LK Zug beendet Wettkampf auf dem hervorragenden zweiten Rang.

Mit den schweizerischen Vereinsmeisterschaften stand am vergangenen Wochenende ein erster Saisonhöhepunkt der Freiluftsaison 2019 an. Mit je einem Männer- und einem Frauenteam reiste man nach Hochdorf um in der Promotionsliga A möglichst viele Punkte zu sammeln. Anders als im Vorjahr konnte man in diesem Jahr in der wohl bestmöglichsten Besetzung antreten. Das Spezielle an einer SVM ist, dass man als Team auftritt und sämtliche Disziplinen von zwei Athleten besetzt werden müssen. Dies führt bei Vereinen in der Grössenordnung des LK Zug zwangsläufig dazu, dass halt auch mal improvisiert werden muss und die Athleten in Disziplinen starten müssen, welche bei Ihnen nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Die LKZler haben diese Herausforderung hervorragend gemeistert. Getreu dem Motto «Lady’s first» blicken wir als erstes auf die Leistungen des Frauenteams zurück.

Sprintstarke Zugerinnen
Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte die 4x100m Staffel der Frauen. In der Besetzung Wengi – Lemmens – Frey – Magaldi holten sich die Zugerinnen nicht nur das Punktemaximum sondern auch gleich noch den Zuger Kantonalrekord. In 47.36 wurde der bisherige Rekord aus dem Jahre 2000 gleich um 18 Hundertstel unterboten. Wer schnell Staffel laufen kann, kann logischerweise auch schnell sprinten. Wertvolle 43 Punkte und das absolute Punktemaximum konnte ebenfalls über 100m verbucht werden. Unsere zwei Topsprinterinnen mit internationalen Ambitionen, Géraldine Frey und Silke Lemmens, sorgten in starken 11.75s und 11.91s dafür, dass man in der Gesamtrangliste am Schluss nochmals einige Ränge gutmachen konnte. Ebendiese Géraldine Frey konnte über 100m Hürden nochmals das Punktemaximum klar machen. Im gleichen Wettkampf gab auch Ronja Wengi ihr Debüt über die grossen Hürden. Die U18-Athletin, gestoppt in 15.50s, erzielte die fünftbeste Zeit, erfüllte die Limite für die Aktiv SM und bescherte dem Team weitere wertvolle 18 Punkte. Für ebenfalls erstaunlich viele Punkte konnte das Dreisprung-Duo Viviane Gloor und Elina Magaldi sorgen. Mit den 10.69m von Elina und den 10.19m von Viviane konnten 35 Punkte erzielt werden. In den Würfen (Kugel, Diskus, Speer) wurde das sehr junge Zuger Werferteam, rund um Juniorenschweizermeisterin Fabienne Tiefenauer, unterstützt von Teamoldie Corina Baumgartner. Obwohl im Werferteam ein wenig die personelle Breite fehlt, konnten ganz ordentliche Resultate abgeliefert werden. Mit 33 Punkten im Diskus, 28 im Speer und 25 im Kugelstossen konnte man sich immer irgendwo im vorderen ersten Drittel klassieren. Am wenigsten Punkte konnte das Frauenteam in den Sprüngen (Weit: 19 Pkt.; Hoch: 14 Pkt.) und über 800m (12 Pkt.) verbuchen. Dies überrascht kaum, da in diesen Disziplinen im LKZ aktuell die Spezialistinnen fehlen. Nichts desto trotz haben sich die jungen Athletinnen in diesen Disziplinen wacker gegen die Spezialistinnen anderer Vereine geschlagen. Von 11 gestarteten Mannschaften konnte das Frauenteam des LK Zug den Wettkampf auf dem guten fünften Rang beenden.

Geschlossene und konstante Teamleistung des Männerteams
Das Männerteam bestach vor allem durch seine personelle Breite und die ausbalancierte Aufstellung. Man konnte zwar seltener das Punktemaximum verbuchen als die Frauen, war bei der Punkteverteilung jedoch konstant im vorderen Drittel anzutreffen. Für einen Krimi der besonderen Art sorgte das Weitsprungteam mit Teamleader Tobias Furer und den U20-Athleten Marvin Bonani und Timon Fellmann. Tobi verschenkte bei den ersten drei Sprüngen jeweils relativ viele Centimeter am Balken, der Wettkampf von Timon verlief alles andere als wunschgemäss und Marvin hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen gültigen Sprung. Im vierten und letzten Sprung passte dann der Absprung bei Tobias endlich, er segelte auf 6.63m und verbuchte das Punktemaximum von 14 Punkte. Kurz darauf lief auch Marvin Bonani zu seinem letzten Sprung an, traf den Balken haargenau und stellte mit 6.30m eine neue persönliche Bestleistung auf, welche weitere 12 Punkte für den LK Zug bedeuteten. Es war dies die punktereichste Disziplin bei den Männern. Ähnlich viele Punkte konnten im Kugelstossen verbucht werden. Der Diskuswerfer Jon Paul de Vera und Tobias Furer, welcher auch nach seinem Rücktritt noch ordentlich Saft in den Beinen hat, stiessen die Kugel auf 12.13m (Jon Paul) bzw. 11.89m (Tobias). Dies bedeutete weitere 24 Punkte. Für eine ganz spezielle Geschichte sorgte an diesem Tag Safras Rawfal. Angereist mit dem Ziel die SM-Limite über 400m zu laufen, wurde er vom Chef de Mission Urs Henggeler, auf den 800m-Lauf beordert. In seinem ersten 800m-Wettkampf überhaupt, gelang es ihm, an den Fersen von Florin Ayer zu kleben und den Wettkampf rund eine Sekunde hinter Florin, in unglaublich starken 2:01.19 zu beenden. Das improvisierte 800m-Duo konnte so 17 Punkte ins Trockene bringen und Safras hatte zumindest einmal die Limite über 800m unterboten. Cyril Amrhein und Ivo Müller, unsere bewährten Kräfte über 110m Hürden und im Hochsprung, meisterten ihre Hürden bravourös und sprinteten zu je einer persönlichen Bestleistung. 16.33s (Cyril) und 16.72s (Ivo) bedeudeten: “22 points goes to… LK Zug”. Im anschliessenden Hochsprung zeigten beide Athleten solide Leistungen. Da Exploits jedoch ausblieben und beide die Höhe von 1.80m nicht meistern konnten, bedeutete der Hochsprung die punkteschwächste Disziplin des Männerteams. Über 3000m gingen Peter Rischls Schützlinge (Corsin Boos und Nico Näf) sowie Stefan Mortier an den Start. Das Trio kämpfte sich hervorragend über die 7.5 Bahnrunden und steuerte so weitere 17 sensationelle Punkte dazu. Im Speerwurf kamen dank Timon Fellmann (43.99m) und Fabio Müller (38.04m) weitere 16 Punkte dazu. Dies alles führte dazu, dass der LK Zug vor den abschliessenden Sprintdisziplinen (100m & 400m) nur einen halben Punkt hinter der führenden FSG Alle lag! Hochspannung pur. Die beiden 400m-Läufer Safras Rawfal und Constanin Kannewischer zeigten beide ein sehr beherztes Rennen, legten nochmals alles in die Wagschale und schmissen sich wortwörtlich über die Ziellinie. In 51.75s gelang es Safras, trotz bereits ordentlich Laktat vom 800m in den Beinen, auch noch die Limite über 400m zu unterbieten. Sogar noch schneller war Constantin Kannewischer, welcher das Rennen in 51.34s beendete. Da die Sprinter der FSG Alle jedoch über 400m als auch im abschliessenden 100m noch schneller waren als unsere Jungs (Marvin 11.52s, Fabio 11.65s) ging der Sieg und der damit verbundene Aufstieg verdientermassen in den Kanton Jura. Nichts desto trotz war der Auftritt des Männerteams nach dem Debakel im letzten Jahr eine riesige Genugtuung.

Der hochzufriedene SVM-Verantwortliche Urs Henggeler sprach den Athleten anlässlich des vom Verein offerierten Nachtessens ein grosses Dankeschön aus. Aus den vorhandenen Mitteln ist es den LKZlern gelungen das absolute Maximum herauszuholen. Es war höchst erfreulich mitanzusehen wie sich jung und alt gegenseitig ergänzten und unterstützten und der Teamgedanken immer an vorderster Stelle stand. Der Grundstein für eine erfolgreiche SVM-Zukunft scheint aufgrund der jungen Basis gelegt zu sein.

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