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06.03.2019

Tobias verlässt die internationale Bühne mit einem soliden Lauf

7.90s. Dies dürfte die letzte im Nationaldress gestoppte Zeit von Tobias Furer sein. Es ist die Zeit, welche Tobias Furer benötigte um über 6 Hürden und 60 Meter im Vorlauf der Indoor Europameisterschaften in Glasgow zu laufen. Zum Abschluss seiner Karriere gelang ihm an den kontinentalen Meisterschaften nochmals ein grundsolider Lauf. Wären da nicht die lumpigen drei Hundertstel, welche zur Halbfinalqualifikation gefehlt haben. Es wäre ihm so zu gönnen gewesen, zum Abschluss seiner Karriere nochmals an einem Grossanlass ins Halbfinal vorzustossen. Mit ein wenig Distanz dürfte die Indoor-EM jedoch auch für Tobias Furer einen versöhnlichen Abschluss seiner langen Karriere darstellen, denn nach einer zehnjährigen internationalen Leichtathletikkarriere muss man hinter dieser EM-Qualifikation das grosse Ganze sehen. Mit 31 Jahren war Tobias als ältester Athlet der Swiss Athletics Delegation ganze 13 Jahre älter als Ricky Petrucciani, der jüngste EM-Fahrer.

Nach zwei Jahren 100%iger Arbeitstätigkeit und mehr formerhaltendem als formaufbauendem Training hätten wohl nicht mehr viele auf eine EM-Qualifikation des Zugers gewettet. Nachdem Furer dann zwischenzeitlich sogar die Kaderzugehörigkeit verlor, war dies für ihn Motivation genug um es nochmals allen zu zeigen und das Projekt Indoor-EM 2018 zu lancieren. Eine Umstellung im Trainingsplan musste her. Furer wollte zu Beginn der Woche und somit möglichst erholt Schnelligkeit trainieren. Engagiert wie man ihn kennt, machte Furer daraus gleich ein Sprinttraining für die Schnellsten des LK Zug. Eine weitere Komponente im Plan von Tobias Furer war ein mehrwöchiges Trainingslager an der für die Schnelligkeit so wichtigen Wärme. Furer packte Mitte Dezember seine sieben Sachen zusammen und verreiste mit Bruder Pascal bis zu Neujahr ins familieneigene Ferienhaus auf Lanzarote. Dank mehrjähriger Wettkampf- und Trainingserfahrung auf höchstem Niveau verstand es Furer die richtigen Reize im Kraft- und Schnelligkeitsbereich zu setzen. Die ersten, noch eher mässigen Indoor-Resultate machten Furer nicht nervös, wusste er doch aus eigener Erfahrung, dass er in Vergangenheit oftmals über die Wettkämpfe schneller wurde. Zwei Wochen vor Ende der Selektionsperiode klappte es dann. In 7.84s unterbot er die EM-Limite um vier Hundertstel und qualifizierte sich somit zum dritten Mal in seiner Karriere für kontinentale Indoor-Meisterschaften. Die Vorbereitung auf diese Hallensaison war symptomatisch für Furer, welcher seine ganze Karriere hindurch immer wieder durch Akribie, Ideenreichtum und permanenter Optimierung auffiel. Tobias Furer ist für unsere Nachwuchsathleten das beste Beispiel, dass sich harte Arbeit immer ausbezahlt. Wir sind froh, Tobias Furer weiterhin als aktives Vereinsmitglied in unseren Reihen zu wissen und verneigen uns vor seiner grossartigen Leichtathletikkariere. Weitere Rückblicke zu Tobias Furers Karriere als Leistungssportler werden zu gegebener Zeit folgen.

Bilder von athletix.ch

 

 

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